Ordnungsgemäßer Betrieb einer tierärztlichen Hausapotheke

Welche Anforderungen werden an die Kennzeichnung von Abgabeverhältnissen für Teilmengen von Fertigarzneimitteln gestellt?

Im Regelfall ist nur noch die Abgabe von Fertigarzneimitteln in Originalbehältnissen möglich.

Ist im Einzelfall die Abgabe von Teilmengen gerechtfertigt ( §21 Abs. 2a S. 4 AMG ), so müssen die Abgabebehältnisse wie folgt gekennzeichnet werden:

Name oder Firma des pharmazeutischen Unternehmers
Bezeichnung des Arzneimittels
Chargenbezeichnung
Verfalldatum
Name und Praxisanschrift des behandelten Tierarztes
abgegebene Menge
Außerdem ist eine Kopie der Packungsbeilage beizufügen
Die Packungsbeilage kann gem. § 11 Abs. 6 AMG entfallen, wenn die nach § 11 Abs. 4 AMG vorgeschriebenen Angaben auf dem Behältnis oder auf der äußeren Umhüllung stehen. In diesen Fällen ist eine Kopie des Etikettes beizufügen.

In der Vergangenheit hat sich als praktikabel erwiesen, die Abgabebehältnisse mit einer Kopie des Originaletiketts - ergänzt um die Angabe der tatsächlich abgegebenen Menge, den Praxisstempel und das Datum der Abfüllung - zu kennzeichnen und dem Tierhalter eine Kopie der Packungsbeilage auszuhändigen.
Ebenso bewährt hat sich die Nutzung der herstellerseitig zur Verfügung gestellten Umverpackungen zur Abgabe von Teilmengen.



Kein Tierarzt, den ich mit Wilma aufgesucht habe, hat sich an diese Anforderungen gehalten.
Tabletten im Blister wurden abgegeben, ohne Beipackzettel usw. Über Nebenwirkungen wurde nicht aufgeklärt.
Es wird Zeit, dass sich das ändert. Tierärzte haben sich an die o.g. Vorgaben zu halten.
Es wird Zeit, dass sich jeder Tierbesitzer informiert und seine Rechte beim Tierarzt durchsetzt.