Der Tierarzt darf im Rahmen seines Dispensierrechtes vom Hersteller, Großhändler oder einer öffentlichen Apotheke Arzneimittel ( AM ) beziehen oder in seiner tierärztlichen Hausapotheke unter bestimmten Voraussetzungen selbst herstellen  ( § 13 Abs. 2 Ziffer 3 AMG )
Weiterhin ist es ihm erlaubt,solche AM an Halter der von ihm behandelten Tiere abzugeben
 ( §§ 43 und 56a AMG, § 12 TÄHA V ).
Für apotheken- und verschreibungspflichtige AM besteht ein Versandhandelsverbot ( § 43 AMG ).


Nachweise über Erwerb von AM ( § 13 TÄHA V ), Impfstoffen, Sera und Antigenen ( § 40 TierImpSftV )
Lieferscheine, Rechnungen oder Warenbegleitscheine, aus denen sich Lieferant, Art und Menge und, soweit vorhanden, die Chargenbezeichnung der Mittel ergeben, müssen geordnet zusammengestellt werden.

Nachweise über Verbleib von AM

bei nicht Lebensmittel liefernden Tieren: Praxistagebuch, Patientenkartei ( auch EDV ) jeweils mit Mengenangabe der angewendeten und/oder abgegebenen AM






Begriff und Rechtscharakter der Dokumentation


Unter der tierärztlichen Dokumentation werden alle vom Tierarzt getätigten Aufzeichnungen verstanden. Hierunter fallen nicht nur die vom Tierarzt und/oder seinen Mitarbeitern gefertigten Schriftstücke wie Krankengeschichte, Karteikarten, Tagebuch, Rechnungen, Tierarztbriefe, Überweisungsschreiben, Operations- und Laborberichte sowie Protokolle.

Vielmehr gehören zur Dokumentation auch Präparate, Dosierungen, Röntgen- und Ultraschallbilder und technische Aufzeichnungen.

Die schriftlichen Aufzeichnungen des Tierarztes stellen die Verkörperung einer Gedankenäußerung dar und sind deshalb Urkunden im prozessualen  Sinne
gem. §§ 415 ff ZPO, 249 StPO.