Nun folgt das schmerzvolle Jahr 2017

04.05.2017
Mit Wilma zum Tierarzt. Wilma hatte immer mal wieder Durchfall mit etwas Blut dabei. Deswegen hatte sie auch Probleme mit ihren Analdrüsen, die sich immer wieder zugesetzt haben, durch den weichen Kotabsatz. Ich habe sie dann auf Diät gesetzt mit gekochtem Hühnchen und gekochtem Reis usw.
Untersuchung von der Tierärztin: Anadrüsen gelehrt. Krallen schneiden. Zähne ohne obB, Zahnfleisch etwas Hyperplastisch, Ohren obB, Herz obB, SH obB.


Zwischenzeitlich  hatte Wilma wieder Durchfall mit großen Schleimbeimengungen. Tierärztin angerufen. Das haben Hunde manchmal und nein, Giardien hat Wilma nicht.
Also wieder Reis mit Hühnchen usw.

12.07.2017
Mit Wilma zum Tierarzt. Die Analdrüsen hatten sich wohl entzündet. Tierärztin meinte Analfistel links. Sie drückte die Analfistel aus und Wilma hat sehr laut aufgeschrien.
Sie bekam injiziert Cobactan 2,5% und Dexamethason 4 mg/ml belapharm.
Ich bekam mit für Wilma 7 Tabl. Cefaseptin 300 mg 2 x tgl.  1/2 Tabl.
Wilma blutete noch am Po als wir  die Praxis verlassen haben. Zu Hause angekommen, habe ich das Blut vorsichtig mit feuchten Babytüchern abgewischt.
Wilmas Po habe ich, wenn sie Kotabsatz hatte, immer mit feuchten Babytüchern sauber gemacht.
14.07.2017
Mit Wilma zum Tierarzt. Nachuntersuchung. Temperatur 38,3  Analdrüsen gespült, 1 Injektion Finadyne RPS, Arnica C 30 mitgegeben. Kommentar: Analdrüsen sehen besser aus.
20.07.2017
Mit Wilma zum Tierarzt. Nachuntersuchung. Analdrüsen sehen gut aus. Weiterhin 3 Tabl. Cefaseptin 300 mg  2 x tgl.  1/2 Tabl.

Zwischenzeitlich hatte Wilma wieder Durchfall. Hühnchen und Reis usw. gekocht für Wilma

04.08.2017
Mit Wilma zum Tierarzt. Nachkontrolle. Analdrüsen sehen von außen gut aus, rektale Kontrolle auch gut. Herz abgehört, auch gut.
08.08.2017
Betafuse vom Tierarzt geholt, da Wilma gerötete Stellen am Bauch und Innenschenkel hatte.
09.08.2017
Telefoniert mit Tierarztpraxis. Durchfall wurde besser, ich sollte nur noch Trockenfutter geben.

Zwischenbericht von mir: Ungefähr 4 Wochen später fing Wilma an nach dem Trinken aufzustoßen und manchmal spuckte sie etwas weisses, schaumiges aus. Kleine Hustenreize wenn sie gebellt hatte. Wenn sie schlief hat sie geschnarcht. Wenn sie auf der Wiese war, hat sie  dann fast drei Stunden geschlafen. Dann kam eine Zeit wo sie immer weniger draussen laufen wollte.
Ungefähr 1-2 Wochen vor dem 19.10.2017, beim Spaziergang kippte sie mit den Hinterbeinen leicht zur Seite.

19.10.2017
Mit Wilma zum Tierarzt. Krallen schneiden. Auf meinen Wunsch wurde das Herz abgehört. Tierärztin sagt: Wilma hat ein giemendes Herzgeräusch, Grad I.
Dann erzählte ich ihr, dass Wilma mich in der Nacht alle drei Stunden wach macht. Sie schnauft und schmatzt. Das geht schon einige Tage so. Meine Nerven lagen blank.
Tierärztin meinte: Schlafentzug ist nicht so angenehm. Dann konnte ich mit Wilma gehen. Das Herzgeräusch von Wilma hat sie mir mitgeteilt, als hätte Wilma einen Schnupfen.
25.10.2017
Mit Wilma zum Tierarzt. Ich hatte Fieber bei Wilma festgestellt, Temp. 40,5    Tierärztin hört Wilma ab, verschärfte Atmung. Eitriger Augenausfluss, Lymphknoten geschwollen, seröser Nasenausfluss und Herzgeräusch. Wilma bekam Injektion Duphamox LA und Finadyne RPS. Dann konnten wir gehen.
27.10.2017
Mit Wilma zum Tierarzt. Temp. 38,9    Herz abgehört, Tierärztin gab mir das Stethoskop und ich konnte das Herzgeräusch hören. Sie erklärte mir, das Blut fließt wieder zurück. Das Herzgeräusch war zischend. Wilma bekam Injektion Duphamox LA und Tierärztin wollte in der kommenden Woche Herzultraschall machen. Wir konnten wieder gehen.
Termin wurde angesetzt auf den 03.11.2017

In den Tagen danach machte Wilma schlapp, wollte gar nicht mehr raus, fing an viel zu puschern, erbrach auch gelben Schleim. Ich dachte an Antibiotika, weil Wilma das nie gut vertragen hat.
Ich rief die Tierärztin an und sagte den Termin 03.11.2017 ab weil Wilma so schlapp war und sich beim Tierarzt immer sehr aufgeregt hat. Ich wollte warten bis es ihr wieder besser geht.
Wilma verweigerte dann auch das Futter, sie nahm nichts mehr an. Immer wieder hat sie erbrochen.
05.11.2017
Mit Wilma zum Notdienst. Tierärztin stellt fest: Temp. 37,4   Lunge obB, Abdomen weich, Schleimhäute rosa, KFZ prompt, Herzgeräusch. Wilma war ganz ruhig, gar nicht aufgeregt beim Tierarzt wie sonst. Aber ich dachte nur, ihr ist sicher sehr übel.
Wilma bekam: 0,25 MCP + 0,5 Metamizol s.c./Injektion. Ich bekam mit für Wilma: MCP Tropfen 2 x 0,9 ml  ( 1 mg/ml).
06.11.2017
Ich hatte mich entschlossen mit Wilma zu einem anderen Tierarzt  zu gehen. Also Termin gemacht. Er schaut sich Wilma und sagt: Sie hat sehr starke Flankenatmung, schwere Herzinsuffiziens und es bildet sich Wasser in der Lunge. Wilma ist schwer krank. Eigentlich müßte sie in eine Klinik, aber das wird sie wohl nicht überstehen wenn ich nicht bei ihr bin.
Also Enalatab Herztabletten für Wilma bekommen. Aber es ergaben sich weitere Probleme. Sie trank nichts mehr, futter nahm sie gar nicht mehr an, sie drehte den Kopf weg. So hatte ich Probleme mit den Tabletten. Sie hat immer wieder erbrochen.
07.11.2017
Wieder zum Tierarzt. Wilma hat nur noch erbrochen, dann fing sie an sich einzukoten. Sie erbrach dicken Schleim. Es war ein grauenvoller Zustand. Als ich beim Tierarzt war, hörte er Wilma ab und schüttelte mit dem Kopf. Schwere Herzinsuffiziens und die Lunge voller Flüssigkeit.  Dann kam der Augenblick......ich hatte sie ganz fest in meinem Arm, habe ihr gesagt wie lieb ich sie habe
und dann ist sie ganz ruhig eingeschlafen. Der Tierarzt mußte sie erlösen, sonst wäre sie grauenvoll erstickt.

Fazit:
Das am 19.10.2017 festgestellte Herzgeräusch war nicht nur Grad I, da hatte sich die Tierärztin geirrt. Und an diesem Tag hätte sofort ein Herzultraschall durchgeführt werden müssen und dann gegebenfalls Röntgen. Sofortige Blutenahme, Blutdruck messen. Nichts davon wurde gemacht.
Am 25.10.2017 als Wilma den Infekt hatte, wäre Röntgen angebracht gewesen, schleimlösendes Mittel für die Bronchien. Eine bakteriologische Blutuntersuchung, ein Antibiogramm.
Herzultraschall am 03.11.2017 hätte Wilma nicht mehr gerettet.
Es ist auch davon auszugehen, dass durch den Analdrüsenabszess Keime in die Blutbahn gelangt sind. Es entwickelte sich eine akute Endokarditis/ Mitralklappeninsuffiziens mit anschließendem Lungenödem. Ständig Antibiotika wie auch Cortison haben die Darmflora zerstört und so war ihr Immunsystem total geschwächt.

Der kleine Körper wurde mit Antibiotika und Cortison zugeknallt. Es hatte sich eine Darmentzündung entwickelt. Was mein Westiemädchen ausgehalten hat, ist es eigentlich ein Wunder, dass sie 9 1/2  Jahre bei mir war.
Wilma hat einen Sehverlust erlitten durch Medikamente, es wurde eine falsche Diagnose gestellt auf Morbus Addison, also bekam sie 2 Monate Florinef, für nichts und wieder nichts.
Backenzahnabszess wurde mit den falschen Medikamenten behandelt. Letztendlich wurde das Herzgeräusch falsch eingeschätzt.
Die gesamten Unterlagen die mir zur Verfügung stehen, einschl. Laborberichte habe ich überprüfen lassen. Und das niederschmetternde Ergebnis: Sie haben ihren Tierärzten zu sehr vertraut.
Und mit meiner Naivität habe ich Wilmas Leben aufs Spiel gesetzt. Ich wollte alles richtig machen und habe alles falsch gemacht. Das werde ich mir nie verzeihen.
Sie war so ein wundervolles Westiemädchen, ich habe sie über alles geliebt. Ich wollte sie vor Leid bewahren und ihr kein Leid zufügen.

In den Jahren von 2008 - 2017 wurde nie eine bakteriologische Blutuntersuchung noch ein Antibiogramm durchgeführt. Das Liebste wurde mir genommen, weil Tierärzte schlampig gearbeitet haben.